Die Armut am Stadtrand von Lima wächst rasant – Unser Hilfsprojekt geht in die vierte Phase

Am 27. Juli meldete die Agentur Reuters, dass die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in Südamerika nun diejenigen von Nordamerika überholt habe und die Region der am stärksten vom Virus betroffene Kontinent sei. Fast 4,5 Million Menschen sind dort bereits positiv getestet. Nach den Lockerungen der Ausgangssperre in Peru gingen auch dort die Zahlen sofort rasant nach oben. Ein Ende ist nicht in Sicht. Die Krankenhäuser stehen am Rande des Zusammen-bruchs, mehrere Regionen des Landes, darunter Cusco, Puno und Arequipa, stehen unter der gesundheitlichen Direktverwaltung der Zentralregierung.

Mindestens genauso tragisch ist die wirtschaftliche Entwicklung. Während die Stützungs-maßnahmen der Regierung vor allem mittleren und großen Firmen helfen, darunter den meisten internationalen Bergbaukonzernen, rutschen immer mehr Familien in die Informalität, die wirtschaftliche Unsicherheit und in die Armut ab. Viele verkaufen ihr Hab und Gut für Lebensmittel, niemand kann sich den „Luxus“ leisten, Gesundheitsregeln einzuhalten, wenn er oder sie in überfüllten Bussen fahren muss oder in prekären Märkten verkaufen soll.    

Wir erleben das direkt: Die Zahl der bedürftigen Familien im Programm unserer Lebensmittel-Direktkthilfe in San Juan de Lurigancho steigt stetig und schnell.

Darum ist es großartig, dass in den vergangenen Wochen nicht nur viele treue Personen und Familien in Deutschland weiterhin des Projekt unterstützen, sondern auch immer mehr Pfarrgemeinden, Peru-Kreise, Kolping-Gruppen, Gemeinschaften der katholischen Frauenbünde sowie in einer großen Aktion die deutsche Partnerschule der Fe y Alegría – Schule: In der Realschule Rheinmünster haben über eine große Spende der Gesamtschule hinaus die Schüler und Schülerinnen der Abschlussklassen spontan entscheiden, während ihrer Abschlussfeier für das Projekt zu sammeln.

Ihnen und allen anderen Gemeinden, Gruppen und Spendern sagen wir von Herzen „Danke!“

Mit diesen vielen Unterstützungen beginnt nun im August die vierte Phase unseres Projekts, die neben den Kapellen der Pfarrgemeinde noch einmal stärker die Schulgemeinschaft der Schule Fe y Alegría No. 37 einbezieht. Statt bisher an 100 Familien werden in dieser Phase Lebensmittel an 115 extrem bedürftige Familien verteilt, darunter 15 „neue“ Familien der Schulgemeinschaft, deren Situation sich in den vergangenen Wochen der Pandemie radikal verschlechtert hat.

Hier finden Sie ein Video eines Besuchs bei der Übergabe von Lebensmitteln:

https://www.vinzentinerinnen-peru.de/aktuelles/video-besuch-und-lebensmittel%C3%BCbergabe-bei-herrn-sanchez

 

Hier finden Sie weitere aktuelle Informationen zur Schulpartnerschaft zwischen Rheinmünster und San Juan de Lurigancho:

https://www.realschule-rheinmuenster.de/category/aktuelles/

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